Vortrag von Robert von Lucius (Journalist, Autor und ehem. Korrespondent der FAZ) im Rahmen der Sonderausstellung "Auf zu neuen Werken"
Bruno Cassirer hat das Kunstempfinden der ersten drei Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts wie wenige andere beeinflusst und Künstler gefördert. Eine Trias von Dingen bewegte ihn, und er bewegte sie: Kunst, Verlag und den Trabrennsport. Bruno Cassirer (1872-1941) und sein Vetter Paul halfen als Galeristen der Berliner Moderne zum Durchbruch und brachten den französischen Impressionismus nach Deutschland. Später verlegte Bruno aufwendig gestaltete Werke über Kunst und Kunstgewerbe sowie Märchenbücher, die Max Slevogt illustrierte - 45 Mappen und Bücher Slevogts erschienen bei ihm. Cassirers Künstler- und Autorennamen lesen sich wie ein "Who is Who" der damaligen Zeit. Dort gab er auch bis 1933 "Kunst und Künstler" heraus, die einflussreichste Kunstzeitschrift jener Jahrzehnte für moderne Kunst in Europa. Nach seiner Flucht 1938 gründete Bruno Cassirer in Oxford einen Folgeverlag. Der wohl wirkmächtigste Kunstverleger der späten Kaiserzeit und der Weimarer Zeit war vom Wesen eher ein schüchterner Mensch. Ihm gelang es, als Regisseur aus dem Hintergrund, die Leistungen anderer zu lenken.
Wir laden Sie herzlich ein, an diesem hybriden Vortrag in Präsenz oder online teilzunehmen.
Anmeldung erforderlich bis 12 Uhr am Vortag unter anmeldung(at)gdke.rlp.de.
Von frühgeschichtlicher Kunst über Barock und Jugendstil bis hin zu zeitgenössicher Kunst deckt das Landesmuseum das gesamte kunst- und kulturgeschichtliche Spektrum ab. Themenbezogene Führungen und Vorträge für Jung und Alt sorgen dabei für das nötige Hintergrundwissen.
Di 10-20 Uhr, Mi-So 10-17 Uhr Große Bleiche 49-51 55116 Mainz
Di 10-20 Uhr, Mi-So 10-17 Uhr
Große Bleiche 49-51
55116 Mainz
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