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Demokratieland Rheinland-Pfalz: Was ist und wie gelingt eine demokratische Erinnerungskultur?

Dienstag, 20. Januar

Kabarettarchiv, Mainz

Ein Gespräch mit Uwe Neumärker und Kai-Michael Sprenger
Mit den Direktoren der beiden zuständigen Bundesstiftungen – Uwe Neumärker von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin) und Dr. Kai-Michael Sprenger von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte (Frankfurt) – diskutiert im vierten Mainzer Demokratieland-Gespräch der Demokratieland-Referent der LpB, Dr. Tim Müller, über das Gelingen einer demokratischen Erinnerungskultur. Lassen sich die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und in Erweiterung des Kommunismus sowie die Erinnerung an die wechselhafte Demokratiegeschichte in einer demokratischen Erinnerungskultur verbinden? Wie lassen sich Licht und Schatten gemeinsam erinnern – nicht als zwei getrennte Geschichten, sondern als historisch-politischer Zusammenhang? Eine Demokratiegeschichte ohne Verklärung, mit ihren Brüchen und Problemen, als Orientierung für die Gegenwart, die Anlass gibt für Warnung und Hoffnung zugleich – und eine NS-Erinnerung mit Gespür für internationale Kontexte, die auch die Paradoxien der Demokratie erkennt und die politischen Lernerfahrungen nach 1945 erarbeitet? Beide Dimensionen der Erinnerungskultur verbindet die Aufgabe, das Bewusstsein für die Fragilität – und damit auch die Kostbarkeit – der demokratischen Zivilisation zu schärfen, die sich nach den Menschheitsverbrechen des Holocaust und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland ihrer Werte im Grundgesetz versichert hat. Diesen Fragen stellen sich mit Uwe Neumärker und Dr. Kai-Michael Sprenger zwei der renommiertesten Experten der Republik.

Mit dem „Demokratieland Rheinland-Pfalz“ hat der Landtag Rheinland-Pfalz der LpB die Aufgabe übertragen, im Austausch mit allen Beteiligten eine „Landesstrategie zu entwickeln, die die Rolle von Rheinland-Pfalz als Land der Demokratie und seine reiche Demokratiegeschichte sichtbarer macht“, und dabei die „Verbindung des demokratischen Erbes mit den Fragestellungen der modernen Gesellschaft“ zu verdeutlichen. Die Vergegenwärtigung der geschichtlichen Grundlagen unserer Demokratie dient der „Verteidigung unseres freiheitlichen und demokratischen Erbes gegen autoritäre und nationalistische Strömungen“, stärkt die „demokratische Identitätsbildung“ und trägt zur „gelebten Demokratie“ bei.

Vor Beginn der Veranstaltung haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die aktuelle Ausstellung des Deutschen Kabarettarchivs „Benjamin, ich hab´ nichts anzuzieh´n“ zu besuchen.

Der Einlass beginnt um 18 Uhr.

Bitte melden Sie sich unter anmeldung@lpb.rlp.de an.


Kabarettarchiv

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