Unter Druck, eine neue Plakatausstellung im Museum Wiesbaden zeigt auf, wie visuelle Kommunikation zwischen 1918 und 1933 von der Politik genutzt wurde: Zur Information, zur Einflussnahme aber auch zur Manipulation. Plakate aus der Sammlung des Wiesbadeners Maximilian Karagöz verdeutlichen, wie einfach Bilder Emotionen schüren, Feindbilder schaffen oder politische Stimmungen verstärken können. Das politische Plakat tritt in Europa erstmals massiv als Propagandaplakat im Ersten Weltkrieg auf. Die Kriegsparteien agieren dabei sehr verschieden. Von sachlich-faktischer Argumentation bis hin zur Lüge und emotionaler Ansprache, ein Spektrum, das sich in den politischen Plakaten der Folgejahre weiterentwickelt. Nach Ende des Ersten Weltkriegs scheinen expressionistische Plakate den traumatisierten Zustand einer ganzen Nation widerzuspiegeln. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endet die Vielfalt der politischen Stimmen auf den Plakaten im öffentlichen Raum.
Das Museum Wiesbaden ist das Hessische Landesmuseum für Kunst und Natur. Es vereint auf 7000 qm Kunstsammlungen und Naturhistorische Sammlungen unter einem Dach. Letztere umfassen etwa eine Million Naturobjekte und zählen zu den 15 größten naturkundlichen Sammlungen in ganz Deutschland. Die Kunstsammlungen bestehen aus den Sparten „Alte Meister“, „Klassische Moderne“ sowie „Moderne und Gegenwart“. Ab Juni 2019 präsentiert das Museum außerdem die spektakuläre Sammlung „Jugendstil – Schenkung F.W. Neess“. Darüber hinaus bereichern regelmäßig Sonderausstellungen das Programm.
Friedrich-Ebert-Allee 2 65185 Wiesbaden
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