Am 11. März 2011 (15:35 Uhr Ortszeit) ereignete sich 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio eines der stärksten jemals gemessenen Erdbeben. Das Beben mit einer Stärke von 9,0 löste einen Tsunami mit stellenweise bis zu vierzig Meter hohen Wellen aus. Die Wassermassen drangen mit einer Geschwindigkeit von 800 km/h ins Land. Durch das Erdbeben und den Tsunami kollabierten mehrere Kühlsysteme im japanischen Atomkraftwerk Fukushima. Es folgte eine Unfallserie in den Reaktorblöcken 1 bis 4, bei der erhebliche Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt wurden. Es kam zur Kernschmelze. Die Folgen für die japanische Bevölkerung waren verheerend: Rund 18.500 Menschen kamen durch das Erdbeben und den folgenden Tsunami ums Leben bzw. gelten seitdem als vermisst. Große Landstriche wurden verwüstet, ganze Städte wurden ausgelöscht.
Das Museum Reinhard Ernst erinnert 15 Jahre später an das Ausmaß dieser Katastrophe mit einer Podiumsveranstaltung in der Reihe LERNEN UND ERLEBEN VON JAPANISCHER ARCHITEKTUR. Nach dem Grußwort des Generalkonsuls von Japan in Deutschland, Takeshi Ito folgt ein Vortrag des Architekten und Experten für japanische Architektur, Ulf Meyer, über den Wiederaufbau nach der Tōhoku-Katastrophe 2011 und die Bedeutung des Community buildings.
Im anschließenden Podiumsgespräch mit Reinhard Ernst steht das von Fumihiko Maki entworfene Haus der Hoffnung in Natori im Mittelpunkt. Die Moderation übernimmt die Kunsthistorikerin Eva Authried.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Generalkonsulat von Japan in Frankfurt durchgeführt.
Über viele Jahre war es nur wenigen vergönnt, die hochkarätigen internationalen Werke aus der Sammlung Reinhard Ernst zu sehen. In unserem Museum wird dieses Vergnügen nun allen Interessierten zuteil.
Reinhard Ernst sammelt ausschließlich abstrakte Kunst. Seine Sammlung hat damit ein seltenes und klares Profil. Infolgedessen ist das mre eines der wenigen Museen weltweit, die sich exklusiv der abstrakten Kunst widmen. Viele der Künstler:innen der Sammlung Reinhard Ernst gehören zu den wichtigsten des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie haben die zentralen Strömungen der Abstraktion entscheidend mitgeprägt.
Ihr Schaffen würdigt das Museum in seinen Ausstellungen, von denen stets gleichzeitig zwei zu sehen sind:
Die alle zwei Jahre erneuerten Sammlungspräsentationen stellen unterschiedliche Aspekte der Sammlung Reinhard Ernst vor. Bei unseren jährlich wechselnden Sonderausstellungen zeigen wir historische Positionen ebenso wie Künstler:innen der Gegenwart.
Es ist unser zentrales Anliegen, den Besucher:innen verständlich zu machen, was das „Abenteuer Abstrakte Kunst“ eigentlich bedeutet. Es ist uns wichtig zu erzählen, wie tiefgreifend sich die Vorstellungen von Kunst und Welt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verändert haben.
Öffnungszeiten ab dem 25.6.2024
Di-So 12:00-18:00 Uhr
Mi 12:00-21:00 Uhr
Montags geschlossen
Wilhelmstraße 1, 65185 Wiesbaden
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