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Vergangenheit und Zukunft der europäischen Demokratie

Mittwoch, 18. März

Landesmuseum, Mainz

Das Weimarer Dreieck und die Demokratiegeschichte: Ein Gespräch mit Basil Kerski, Hélène Miard-Delacroix und Hendrik Hering

Von der Mainzer Republik 1793 über die Revolution von 1848/49 bis zur demokratischen Revolution der DDR 1989/90 – der 18. März steht als Symbol für die Geschichte von Freiheit und Demokratie in Deutschland. Das „Demokratieland Rheinland-Pfalz“ nimmt den erstmals von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeiner ausgerufenen bundesweiten Tag der Demokratiegeschichte zum Anlass, um über die Demokratie in Europa nachzudenken.

In Kooperation mit dem Landtag Rheinland-Pfalz laden wir zum fünften Demokratieland-Gespräch ein. Im Mittelpunkt stehen Vergangenheit und Zukunft der Demokratie und die Frage, wie das Weimarer Dreieck aus Polen, Frankreich und Deutschland die europäische Demokratie beleben und durch die Krisen unserer Zeit leiten kann. Mitwirkende sind Landtagspräsident Hendrik Hering, Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix, Professorin an der Sorbonne und die vielleicht beste Kennerin der deutsch-französischen Beziehungen, und Basil Kerski, vom 2011 bis 2025 Direktor des Europäischen Solidarnosc-Zentrums in Danzig, eines der aufsehenerregendsten Demokratiemuseen Europas, das alle europäischen Freiheitsbewegungen von 1989 dokumentiert, seit Jahresanfang Präsident des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen und über Jahrzehnte einer der verdientesten Akteure im deutsch-polnischen Dialog. Das Gespräch moderiert Dr. Tim Müller, Demokratieland-Referent der LpB.

Im Augenblick der größten Bedrohung Europas seit dem Ende des Kalten Krieges fragen wir nach der Möglichkeit einer europäischen Identität, die sich aus der gemeinsamen Geschichte und dem Wissen um die Kostbarkeit der Demokratie bildet. Wie schaffen wir ein Bewusstsein für diese gemeinsame Geschichte der Demokratie in Europa – in Ost und West, Nord und Süd? Wie lässt sich dieses europäische Abenteuer der Demokratie wirkungsvoll präsentieren? Was gelingt schon, welche Aspekte fehlen, welche Fragen müssen wir neu stellen, welche alten Glaubenssätze aufgeben, welche Deutungsangebote erproben? Und wie steht es um die deutsch-französisch-polnischen Beziehungen in der Demokratiegeschichte? Welche Erfahrungen und Perspektiven teilen wir, welche müssen wir erst noch miteinander teilen? Wie kann die Zusammenarbeit der Forschung, der Museen und Gedenkstätten des Weimarer Dreiecks – gemeinsam mit europäischen Partnern – die europäische Demokratie und Identität stärken? Wie lässt sich angesichts der inneren und äußeren Erschütterungen Europas der Funke der Freiheit wieder entfachen, die Leidenschaft für Menschenwürde, Selbstregierung und Rechtsstaat, die Begeisterung für die Demokratie, für die Europäerinnen und Europäer seit bald einem Vierteljahrtausend kämpfen?


Landesmuseum

Von frühgeschichtlicher Kunst über Barock und Jugendstil bis hin zu zeitgenössicher Kunst deckt das Landesmuseum das gesamte kunst- und kulturgeschichtliche Spektrum ab. Themenbezogene Führungen und Vorträge für Jung und Alt sorgen dabei für das nötige Hintergrundwissen.

Di 10-20 Uhr, Mi-So 10-17 Uhr Große Bleiche 49-51 55116 Mainz

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