Was geschah mit den Wohnungen der französischen Besatzungssoldaten, nachdem sie Mainz verließen? Eine faszinierende Spurensuche durch Weimarer Republik, NS-Zeit und Nachkriegsjahre.
Als die französischen Truppen 1930 Mainz verließen, hinterließen sie mehr als 500 leerstehende Wohnungen – und einen Mann mit einem kühnen Plan. Franz Vlasdeck, Bildhauer und Bauunternehmer aus Mainz, griff zu und kaufte den gesamten Bestand auf: Häuser in Mainz, Gonsenheim und Kastel, die bis dahin Armeeangehörige der Besatzungsmacht beherbergt hatten.
Ein gewagtes Geschäft, das seinem Unternehmen Auftrieb geben sollte. Es kam anders. Ab 1932 musste der umfangreiche Immobilienbesitz zwangsverwaltet werden – ein wirtschaftliches Scheitern, das jedoch für die Nachwelt eine ungewöhnliche Erbschaft hinterließ.
Im Archiv der Stadt Mainz schlummert ein detaillierter Bericht des Zwangsverwalters Dr. Hans Gärdes aus dem Jahr 1935: vollständige Grundrisse, historische Fotografien, Zahlenwerk und Erläuterungen zu jedem einzelnen Anwesen des sogenannten „Vlasdeck'schen Häuserbestandes".
Auf Grundlage dieser Quellen nimmt Referent Axel Kiltz das Publikum mit auf eine Reise durch die Jahrzehnte: Wo standen die Gebäude? Was wurde aus ihnen in der Zeit des Nationalsozialismus, während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart?
Der Referent Axel Kiltz lebt selbst in einem der früheren Vlasdeck-Häuser in Mainz-Gonsenheim. Seit seinem Ruhestand 2016 ist er als ehrenamtlicher Historiker tätig und hält regelmäßig Vorträge und veröffentlicht Beiträge zu historischen Themen.
Rheinallee 3B 55116 Mainz
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