Im Rahmen der World Design Capital Frankfurt Rhein Main widmen sich das sam – Stadtmuseum am Markt einem der bedeutendsten Designpioniere des 20. Jahrhunderts.
Präzises Handwerk, funktionelle Klarheit und Interesse an neuen Materialien – dies prägt das Werk von Christian Dell (1893–1974).
Die Ausstellung im sam präsentiert die volle Bandbreite von Dells Schaffen: von frühen Silberobjekten über experimentelle Kunststoffarbeiten bis hin zu raffinierten, vielfach produzierten Leuchten, darunter die heutigen Designklassiker der Serie ›Kaiser Idell‹. Nach einer fundierten handwerklichen Ausbildung zum Silberschmied in Hanau gelang es Dell, sich als Lehrer zu beweisen: am Staatlichen Bauhaus in Weimar (1922–1925) und an der Kunstschule Frankfurt am Main (1926–1933), der heutigen Städelschule. So nahm er Einfluss auf eine Generation von Kunstschaffenden, darunter Marianne Brandt oder Wilhelm Wagenfeld.
Die Schau zeichnet nach, wie Dell und sein Umkreis den Schritt von der kunsthandwerklichen Einzelanfertigung zum anspruchsvollen Serienprodukt vollzogen – ein zentraler Beitrag zur Entwicklung des modernen Designs, mit dem hochwertige Gestaltung für viele zuganglich wurde.
Nicht zuletzt schlagt sie eine Brucke nach Wiesbaden, wo Dell die zweite Hälfte seines Lebens verbrachte. So verbindet die Ausstellung internationale Designgeschichte mit einem Kapitel lokaler Geschichte und lädt dazu ein, Christian Dell neu zu entdecken.
WerkRaum Wiesbaden – Offen für Deine Ideen
Ein leerstehendes Kaufhaus wird zum Möglichkeitsraum und bietet einen Ort für viele Wiesbadener WDC-Projekte.
Ein leerstehendes Kaufhaus wird zum Möglichkeitsraum:
Alle sind eingeladen in die Langgasse 5 bis 9: Mitten in der Wiesbadener Fußgängerzone entsteht im Rahmen des World Design Capital Jahres 2026 ein Hotspot für Gestaltung und Dialog: Die Stiftung Stadtmuseum Wiesbaden, die Architektin Sandra Düsterhus (POINT.Architektur) und Professor Jörg Waldschütz mit Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain verwandeln das ehemalige Kaufhaus in einen offenen Raum für Austausch, Ideen und gesellschaftliche Beteiligung.
Von Mai bis Oktober 2026 wird der Ort zum WerkRaum Wiesbaden:
Ausstellungen, Talks, Workshops und partizipativen Aktionen: Hier präsentieren sich kreative und innovative Einzelprojekte des WDC 2026 aus Wiesbaden und der Region, begleitet von einem kuratierten Programm.
Hochschule trifft Stadtgesellschaft:
Initiiert von Sandra Düsterhus und Museumsdirektorin Sabine Philipp, wird das Projekt von Prof. Jörg Waldschütz und den Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain mitgestaltet. Dabei entwickeln die Studierenden zudem gemeinsam mit der fachkundigen Unterstützung von Sandra Düsterhus in den Seminaren eigenständige gestalterische Positionen und bringen ihre Perspektiven mit in gesellschaftliche Diskussionen ein.
Mitmachen erwünscht:
Der WerkRaum Wiesbaden ist ein Ort, der zum Mitgestalten einlädt. Ziel ist ein intensiver Austausch zwischen Generationen, Herkünften, Lebenswelten und Perspektiven – ein Raum, der gesellschaftlichen Zusammenhalt erlebbar macht und dazu einlädt, gemeinsam auszuhandeln und zu gestalten, wie wir in Zukunft leben wollen.
Unterstützen. Vernetzen. Mitgestalten.
Langgasse 5-9, 65183 Wiesbaden
Langgasse 5-9, 65183 Wiesbaden
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