Musik für die Augen / Avantgardefilm und Gespräch
Oskar Fischinger – Musik für die Augen
Erzählt von Elfriede Fischinger, Produktion/Motion Design: Ralf Ott, Musik: Parviz Mir-Ali Harald Pulch und Ralf Ott sind zu einem Gespräch nach dem Film anwesend.
Jahrzehnte bevor Computergrafiken und Musikvideos entstanden, verband der Filmvisionär Oskar Fischinger in kurzen Filmen abstrakte Formen und Farben mit Musik. Der Dokumentarfilm von Harald Pulch und Ralf Ott zeichnet das Leben und Werk des Trickfilmpioniers und Erfinders des Musikvideos nach. Erzählt von seiner Ehefrau und Kollegin Elfriede Fischinger, zeigt der Film das bewegte Künstlerleben des Ehepaars und Fischingers innovativen Einfluss auf Bewegtbilder.
Nach einer aufwendigen digitalen Restaurierung der experimentellen Animations-Filme und Werbefilmklassiker ist „Oskar Fischinger – Musik für die Augen“ ein 90-minütiges Zeitdokument, das einen der bedeutendsten Filmkünstler des 20. Jahrhunderts ins kollektive Gedächtnis zurückholt. (Pitt Herrmann, filmportal, )
Hintergrund - Über die Umsetzung des Films
Das dokumentarisches Künstlerporträt beruht zu großen Teilen auf einem langen Interview, das Harald Pulch, damals Professor für Filmgestaltung an der Hochschule Mainz, 1993 über fünf Tage verteilt in Los Angeles mit Elfriede Fischinger, der Witwe und langjährigen Mitarbeiterin Oskar Fischingers, führte. Die alternierende Montage kombiniert Auszüge dieser Video-Aufnahmen, die Pulchs ehemaliger Schüler Ralf Ott digital aufbereitet hat, mit Ausschnitten vieler Fischinger-Filme. Dazu kommen historische Schwarzweiß-Fotos und -Filmaufnahmen des Ehepaares. Der chronologisch erzählende Film ist durch Zwischenüberschriften in kurze Kapitel gegliedert und so klar strukturiert. Er verzichtet sowohl auf einen Off-Kommentar als auch auf Statements von Zeitzeug*innen oder Filmhistoriker*innen. Durch die Beschränkung auf die persönlichen Erlebnisberichte der Witwe erhält der Film Züge einer Hommage, die das Bedürfnis nach kritischer Einordnung weckt.
Das CinéMayence ist das Kommunale Kino in Mainz. Der Spielplan des Kinos wird nicht nach kommerziellen Erwartungen, sondern nach Qualitätskriterien gestaltet. Das Programmspektrum reicht vom Stummfilm über zeitgenössische Filmkunst bis zur Präsentation digitaler Medien. Auch Kurzfilme und Dokumentarfilme stehen auf dem Programm. Fast alle Filme werden im Original mit Untertiteln gezeigt. Häufig bietet das CinéMayence dem Publikum die Möglichkeit an Regisseure kennen zu lernen und mit ihnen zu diskutieren. Das CinéMayence hat soziale Eintrittspreise mit Ermäßigungen für Arbeitslose, Auszubildende, Schüler, Studierende, Senioren und Inhaber von Ehrenamtspässen. E-Mail-Newsletter abonnieren? – Mail an: kino(at)cinemayence.de
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